Wo die Natur die Ruinen zurück erobert
26.04.1986 – vor 40 Jahren – Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert, die radioaktive Wolke legt sich wie ein Schatten über das Gebiet. Die Bewohner der Stadt Pripyat werden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, Busse stehen bereit – ein Abschied ohne Wiederkehr. Eine Sperrzone wird um das Kraftwerk errichtet, für Menschen fortan unbewohnbar.
Wo der Mensch einst wich, erobert die Natur die Ruinen zurück. Dies zeigt Julia Germroth eindrucksvoll auf den Fotos ihrer drei Reisen in die Sperrzone von Tschernobyl. Ein Ort, der mehr ist, als ein verstrahltes Gebiet – ein Mahnmal, ein Friedhof, eine Erinnerung daran, was menschliche Technologie anrichten kann, und eine Aufforderung, unseren Platz in der natürlichen Hierarchie auf der Erde zu überdenken.
Nächster Ausstellungstermin:
25.+26.04.2026 im Wolkensteinsaal Konstanz
Fotoausstellung mit zwei Thementagen
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Julia Germroth bei der letzten Chernobyl.Empire of Nature – Fotoausstellung
im „Treibhaus“ Konstanz, Februar 2020

